BU-Kosten

BU-Rentenhöhe: Wie viel Absicherung brauchst du wirklich?

Wie hoch sollte deine BU-Rente sein? Erfahre, wie du deinen persönlichen Bedarf berechnen kannst und welche Fehler du bei der Rentenhöhe vermeiden solltest.

Das Wichtigste in aller Kürze

  • Wie hoch sollte deine BU-Rente sein? Erfahre, wie du deinen persönlichen Bedarf berechnen kannst und welche Fehler du bei der Rentenhöhe vermeiden solltest.
  • Die konkrete Einordnung hängt von Tätigkeit, Vertragsbedingungen und persönlichen Angaben ab.
  • Eine verbindliche Annahme- oder Leistungsentscheidung trifft ausschließlich der jeweilige Versicherer nach vollständiger Prüfung.

So ordnen wir BU-Fragen ein

Unsere Ratgeber verbinden öffentlich nachvollziehbare Quellen, einen echten Aktualitätsstand und fachliche Prüfung. Die digitale Versicherbarkeitsprüfung ist eine unverbindliche Orientierung und speichert im ersten Schritt keine Kontakt- oder Gesundheitsdaten. Eine verbindliche Entscheidung trifft ausschließlich der jeweilige Versicherer.

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Wie hoch sollte deine BU-Rente sein?

Eine der wichtigsten Entscheidungen beim BU-Abschluss ist die Höhe der monatlichen Rente. Zu niedrig, und sie reicht im Ernstfall nicht – zu hoch, und du zahlst unnötig hohe Beiträge.

Die Faustregel: 70–80% deines aktuellen Nettoeinkommens als BU-Rente absichern. Aber die Faustregel allein reicht nicht – du solltest deinen Bedarf individuell berechnen.

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Der richtige Rechenweg: Deinen Bedarf ermitteln

Statt einfach 70% des Nettogehalts zu nehmen, empfehlen wir einen differenzierteren Ansatz: Berechne, was du wirklich brauchst.

Schritt 1: Fixkosten zusammenzählen

Was sind deine monatlichen Pflichtausgaben, die du auch bei Berufsunfähigkeit weiterhin zahlen musst?

AusgabenblockDein Betrag
Miete / Kreditrate_____ €
Nebenkosten (Strom, Wasser, Heizung)_____ €
Lebensmittel_____ €
Krankenversicherung (wichtig!)_____ €
Private Altersvorsorge (muss weiterlaufen!)_____ €
Mobilität (Auto, ÖPNV)_____ €
Kommunikation (Handy, Internet)_____ €
Versicherungen_____ €
Sonstiges_____ €
Gesamt_____ €

Das Ergebnis ist deine absolute Untergrenze.

Schritt 2: Lebensstandard berücksichtigen

Die reine Untergrenze sichert das Überleben – aber nicht deinen Lebensstandard. Plane eine Reserve von 10–20% ein für:

  • Freizeit und Kultur
  • Kleidung
  • Urlaub
  • Unvorhergesehenes

Schritt 3: Staatliche Leistungen abziehen

Falls du Anspruch auf staatliche Leistungen hast (z.B. gesetzliche Erwerbsminderungsrente), kannst du diese theoretisch abziehen. Aber Vorsicht: Die staatliche Rente ist oft sehr niedrig und unsicher – plane hier nicht zu optimistisch.

Typische Fehler bei der Rentenhöhe

Fehler 1: Zu niedrig versichern Viele wählen eine zu niedrige Rente, um Beiträge zu sparen. Im Ernstfall reicht das Geld dann nicht und der Lebensstandard bricht massiv ein.

Fehler 2: Krankenversicherungsbeitrag vergessen Im Leistungsfall bist du nicht mehr über den Arbeitgeber versichert. Du musst deine Krankenversicherung selbst zahlen – das können 200–500 € pro Monat sein.

Fehler 3: Altersvorsorge nicht einplanen Wenn du nicht mehr arbeitest, zahlt niemand mehr in deine Altersvorsorge ein. Plane in der BU-Rente Geld für die private Altersvorsorge ein.

Fehler 4: Inflation ignorieren Ohne Leistungsdynamik verliert deine Rente jährlich an Kaufkraft. Eine Leistungsdynamik von 2–3% pro Jahr ist daher dringend empfohlen.

Wie hoch kann ich mich versichern?

Es gibt eine Obergrenze: Du kannst nicht mehr BU-Rente versichern, als du verdienst. Versicherer verlangen Einkommensnachweise und versichern in der Regel maximal 70–80% des Bruttoeinkommens.

Für Studenten und Berufseinsteiger ohne hohes Einkommen: Starte mit einer niedrigen Rente und nutze die Nachversicherungsgarantie, um sie später zu erhöhen.

Fazit: Lieber etwas mehr als zu wenig

Im Zweifel ist eine etwas höhere Rente besser als eine zu niedrige. Die Mehrkosten im Beitrag sind oft überschaubar – der Unterschied im Leistungsfall kann enorm sein.

Berechne deinen individuellen Bedarf sorgfältig und lass dich dabei beraten.

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Weitere Informationen:

Häufige Fragen

Was bestimmt die Höhe des BU-Beitrags?

Wichtige Faktoren sind Beruf, Eintrittsalter, Laufzeit, Rentenhöhe, Zahlungsweise, Gesundheitsangaben und je nach Tarif weitere Merkmale. Beispielbeiträge sind daher keine persönlichen Angebote.

Wie kann ich Beiträge senken, ohne den Schutz auszuhöhlen?

Prüfe zuerst Rentenhöhe, Laufzeit und Vertragsqualität gemeinsam. Ein niedriger Beitrag durch wichtige Leistungseinschränkungen oder eine zu niedrige Rente kann im Leistungsfall die größere Lücke erzeugen.

Kann ich meinen persönlichen Beitrag online zuverlässig berechnen?

Ein Rechner kann Größenordnungen zeigen, aber keine verbindliche Prämie. Für ein belastbares Angebot müssen Versicherer die konkreten Angaben und die Vertragsauswahl individuell prüfen.

Nächste Schritte

Bedarf sowie Berufs- und Gesundheitsangaben sorgfältig ordnen. Die digitale Prüfung ist eine unverbindliche Orientierung; eine verbindliche Entscheidung trifft erst der Versicherer zu einem vollständigen Antrag.

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Quellen und redaktionelle Prüfung

Dieser Artikel wurde nach der Redaktionsrichtlinie geprüft.