BU-Ratgeber

Ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) sinnvoll? Für wen lohnt sie sich?

Ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) wirklich sinnvoll? Wir zeigen dir, für wen sich die BU lohnt, wer sie unbedingt braucht und wann du vielleicht darauf verzichten könntest.

Das Wichtigste in aller Kürze

  • Ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) wirklich sinnvoll? Wir zeigen dir, für wen sich die BU lohnt, wer sie unbedingt braucht und wann du vielleicht darauf verzichten könntest.
  • Die konkrete Einordnung hängt von Tätigkeit, Vertragsbedingungen und persönlichen Angaben ab.
  • Eine verbindliche Annahme- oder Leistungsentscheidung trifft ausschließlich der jeweilige Versicherer nach vollständiger Prüfung.

So ordnen wir BU-Fragen ein

Unsere Ratgeber verbinden öffentlich nachvollziehbare Quellen, einen echten Aktualitätsstand und fachliche Prüfung. Die digitale Versicherbarkeitsprüfung ist eine unverbindliche Orientierung und speichert im ersten Schritt keine Kontakt- oder Gesundheitsdaten. Eine verbindliche Entscheidung trifft ausschließlich der jeweilige Versicherer.

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Ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) für dich sinnvoll?

Die kurze Antwort lautet: Ja, mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit.

Die lange Antwort ist: Wenn du von deinem Einkommen lebst, um deine Miete, deine Lebensmittel und deinen Lebensstandard zu finanzieren, dann ist die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) die wichtigste Versicherung, die du haben kannst. Sie sichert dein finanzielles Überleben.

Jeder vierte Arbeitnehmer in Deutschland wird im Laufe seines Lebens berufsunfähig. [1] Die Ursachen sind vielfältig: Psychische Erkrankungen wie Burnout, Krebs oder Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates sind die häufigsten Gründe.

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Für wen ist eine BU ein absolutes MUSS?

Es gibt Gruppen, für die eine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht nur sinnvoll, sondern absolut existenziell ist:

1. Alle Arbeitnehmer & Angestellten

Dein monatliches Gehalt ist die Grundlage deines Lebens. Fällt es weg, gerät alles ins Wanken. Die staatliche Absicherung ist minimal und reicht bei weitem nicht aus, um deinen Lebensstandard zu halten.

2. Selbstständige & Freiberufler

Als Selbstständiger bist du dein eigenes Kapital. Fällst du aus, fällt dein komplettes Einkommen weg. Du hast in der Regel keinen Anspruch auf die staatliche Erwerbsminderungsrente und bist komplett auf dich allein gestellt. Eine BU ist hier unverzichtbar.

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3. Berufseinsteiger: Studenten & Azubis

Gerade am Anfang deines Berufslebens ist der perfekte Zeitpunkt für eine BU. Warum?

  • Extrem günstige Beiträge: Du bist jung und (meistens) gesund. Das belohnen die Versicherer mit sehr niedrigen Beiträgen – ein Leben lang.
  • Gesundheitszustand sichern: Du frierst deinen aktuellen, guten Gesundheitszustand ein. Spätere Krankheiten machen den Abschluss nicht mehr teurer oder unmöglich.
  • Voller Schutz von Anfang an: Auch wenn du noch nicht viel verdienst, kannst du dich schon für den Fall der Fälle absichern.

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4. Familien & Alleinverdiener

Wenn eine ganze Familie von deinem Einkommen abhängig ist, trägst du eine besondere Verantwortung. Fällt dein Gehalt weg, sind nicht nur deine eigenen, sondern auch die Träume und die Zukunft deiner Liebsten in Gefahr.

5. Hauptverdiener & Immobilienbesitzer

Du hast einen Kredit für ein Haus oder eine Wohnung aufgenommen? Die monatlichen Raten müssen auch dann weitergezahlt werden, wenn du nicht mehr arbeiten kannst. Ohne eine BU droht hier schnell der Verlust des Eigenheims.

Die häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit

Viele denken bei Berufsunfähigkeit an schwere Unfälle auf dem Bau. Die Realität sieht anders aus. Die häufigsten Ursachen sind Krankheiten, die jeden treffen können:

UrsacheAnteil
Nervenkrankheiten / Psyche (z.B. Burnout, Depression)33,6%
Erkrankungen des Skelett- & Bewegungsapparates (z.B. Bandscheibenvorfall)20,1%
Krebs und andere bösartige Geschwülste17,3%
Unfälle7,6%
Erkrankungen des Herzens und des Gefäßsystems6,8%
Sonstige Erkrankungen14,6%

Quelle: Analysehaus Morgen & Morgen, Stand 2023 [2]

Diese Zahlen zeigen: Berufsunfähigkeit ist kein Problem von Risikoberufen, sondern eine Gefahr für jeden.

Gibt es Fälle, in denen eine BU nicht sinnvoll ist?

Ja, die gibt es, aber sie sind sehr selten.

  • Wenn du nicht auf ein Einkommen angewiesen bist: Du hast genug Vermögen (z.B. durch Erbschaft oder Mieteinnahmen), um deinen Lebensunterhalt bis zur Rente komplett ohne Arbeit zu bestreiten.
  • Wenn du bereits eine sehr gute BU hast: Überprüfe deinen bestehenden Vertrag. Wenn er Top-Bedingungen hat und die Rente hoch genug ist, brauchst du keine neue.
  • Wenn du Hausfrau/-mann bist und finanziell komplett vom Partner abgesichert bist: Aber auch hier kann eine BU sinnvoll sein, um die eigene Arbeitsleistung im Haushalt abzusichern.

Für über 95% aller Erwerbstätigen ist eine BU jedoch absolut sinnvoll und notwendig.

Fazit: Eine Investition in deine finanzielle Sicherheit

Die Frage ist nicht, ob du dir eine Berufsunfähigkeitsversicherung leisten kannst. Die Frage ist: Kannst du es dir leisten, keine zu haben?

Der monatliche Beitrag für eine gute BU ist eine Investition in deine finanzielle Unabhängigkeit und Sicherheit. Sie schützt dich und deine Familie vor dem finanziellen Ruin und gibt dir die Freiheit, dich im Ernstfall voll und ganz auf deine Genesung zu konzentrieren – ohne Existenzängste.

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Weitere Informationen:

Referenzen

[1] Deutsche Aktuarvereinigung e.V. (DAV). (2023). Statistiken zur Berufsunfähigkeit.

[2] Morgen & Morgen GmbH. (2023). M&M Rating Berufsunfähigkeit.

Häufige Fragen

Wovon hängt die Entscheidung für eine BU ab?

Versicherer betrachten unter anderem Beruf, Gesundheitsangaben, Alter, Hobbys, gewünschte Rentenhöhe und die Vertragsbedingungen. Die Bewertung kann deshalb von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich ausfallen.

Was sollte ich vor einem Antrag vorbereiten?

Ordne deine Tätigkeitsbeschreibung und die abgefragten Gesundheitszeiträume sorgfältig. Bei unklaren Angaben kann eine anonyme Risikovoranfrage vor einem formellen Antrag sinnvoll sein.

Ist eine Online-Ersteinschätzung verbindlich?

Nein. Eine digitale Prüfung dient nur der Orientierung. Verbindlich ist erst die individuelle Entscheidung des Versicherers auf Grundlage eines vollständigen Antrags.

Nächste Schritte

Bedarf sowie Berufs- und Gesundheitsangaben sorgfältig ordnen. Die digitale Prüfung ist eine unverbindliche Orientierung; eine verbindliche Entscheidung trifft erst der Versicherer zu einem vollständigen Antrag.

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Quellen und redaktionelle Prüfung

Dieser Artikel wurde nach der Redaktionsrichtlinie geprüft.